Was am Sonntag gegen einen Umzug spricht
Der Sonntag ist im Mietrecht und in fast jeder Hausordnung ein Ruhetag. Laute Arbeiten sollen unterbleiben, und ein Umzug ist laut: Tritte im Treppenhaus, Türen, Möbel an der Wand, ein Wagen mit laufender Ladebordwand vor dem Haus. Wer sonntags umzieht, bekommt deshalb schnell Ärger mit Nachbarn, und dieser Ärger bleibt in der neuen Wohnung als schlechter Anfang hängen. Das ist der ehrlichste Grund, den wir gegen den Sonntag nennen können.
Dazu kommen praktische Hürden, an die im Vorfeld selten jemand denkt. Hausverwaltungen sind nicht erreichbar, wenn ein Aufzug freigeschaltet oder eine Tiefgarage geöffnet werden muss. Baumärkte und Schlüsseldienste haben zu, wenn etwas fehlt oder klemmt. Und Übergabetermine mit Vermietern finden praktisch nie sonntags statt, sodass der Umzug am Sonntag oft nur den Transport vorzieht, nicht den Abschluss.
Auf unserer Seite kommt hinzu, dass wir niemanden gegen seinen Willen auf einen Sonntag einteilen. Unsere Kräfte haben Familien und feste freie Tage. Ob ein Sonntagstermin zustande kommt, hängt also daran, ob sich freiwillig eine Besetzung findet. Manchmal geht es, manchmal nicht, und wir sagen beides direkt, statt eine Anfrage tagelang offen zu halten.
Das klären wir vor jeder Sonntagszusage
- Steht in der Hausordnung ein ausdrückliches Verbot lauter Arbeiten am Sonntag
- Gibt es einen Aufzug, und ist er ohne Hausverwaltung nutzbar
- Wie viele Parteien wohnen im Haus, und sind die direkten Nachbarn informiert
- Wie groß ist die Menge, unter 15 Kubikmetern ist ein Sonntag deutlich eher machbar
- Findet sich eine Besetzung, die den Termin freiwillig übernimmt
Wann ein Sonntag trotzdem funktioniert
Es gibt Fälle, in denen der Sonntag sinnvoll ist. Ein Neubau mit Aufzug und Tiefgarage, in dem die Hälfte der Wohnungen noch leer steht, verträgt einen Umzug ohne Konflikt. Ein Gewerberaum oder ein Büro ist sonntags oft die ruhigste Wahl, weil dort niemand arbeitet und keine Nachbarn gestört werden. Auch ein Umzug, bei dem die Ladung bereits im Lager steht und nur noch verteilt werden muss, ist sonntags unproblematisch, weil dann kein Packen und kein Zerlegen mehr ansteht.
Der zweite Fall ist die kleine Menge mit kurzen Wegen. Bis etwa 15 Kubikmeter, mit Aufzug und einem Halteplatz direkt vor der Tür, dauert ein Transport drei bis vier Stunden. Wir arbeiten dann bewusst leise: Möbeldecken unter die Kanten, Türen von Hand schließen, Rollwagen statt Schleifen, kein Rufen im Treppenhaus. Das kostet ein wenig Zeit und spart viel Streit.
Der dritte Fall ist der Zwang. Wenn ein Mietvertrag am Monatsletzten endet und dieser auf einen Sonntag fällt, hilft kein Rat zum Samstag. Dann prüfen wir den Termin genauso ernsthaft wie jeden anderen und sagen zu, sobald die Besetzung steht. Was wir in diesem Fall nicht tun, ist die Zahl klein zu reden: Der Sonntag kostet 25 Euro je Stunde mehr, und diese Zahl steht vor der Zusage im Angebot.
Die Sonntagsrechnung und die Alternativen
Gerechnet wird wie an jedem anderen Tag, nur mit dem Sonntagsanteil obendrauf. Die Basis sind 25 Euro je Mann und Stunde, 25 Euro Wagenanteil für den LKW mit 21 Kubikmetern und 20 Euro für den Transporter mit 12 Kubikmetern. Mit 25 Euro Sonntagsaufschlag je Stunde ergeben sich 100 Euro für 2 Mann und LKW, 125 Euro für 3 Mann und LKW und 150 Euro für 4 Mann und LKW. Die kleinste Abnahme von 3 Stunden gilt auch hier, danach rechnen wir im Viertelstundentakt.
Kommt zum Sonntag eine kurzfristige Zusage unter 24 Stunden Vorlauf, addieren sich die Aufschläge zu 40 Euro je Stunde. 3 Mann und LKW kosten dann 140 Euro je Stunde, vier Stunden also 560 Euro. Das ist der teuerste Fall, den diese Preisliste kennt, und genau deshalb nennen wir ihn hier offen, statt ihn erst auf der Rechnung sichtbar werden zu lassen.
Fast immer gibt es eine günstigere Variante. Der Samstag kostet nur 10 Euro je Stunde mehr, also 110 statt 125 Euro bei 3 Mann und LKW. Eine Zwischenlagerung über das Wochenende beginnt bei 45 Euro je Monat für 6 Kubikmeter plus 89 Euro Fahrt und macht aus einem Sonntagszwang zwei ruhige Werktagstermine. Und wenn nur wenige Kartons am Sonntag fahren müssen, reichen oft zwei Helfer ohne Wagen für 75 Euro je Stunde.
Stundensätze am Sonntag im Vergleich zum Werktag | Besetzung | Werktag | Sonntag | Beispielsumme am Sonntag |
| 2 Mann und LKW 21 Kubikmeter | 75 Euro | 100 Euro | 3 Stunden: 300 Euro |
| 3 Mann und LKW 21 Kubikmeter | 100 Euro | 125 Euro | 4 Stunden: 500 Euro |
| 4 Mann und LKW 21 Kubikmeter | 125 Euro | 150 Euro | 4 Stunden: 600 Euro |
| Transporter 12 Kubikmeter mit Fahrer | 45 Euro | 70 Euro | 3 Stunden: 210 Euro |
| 2 Helfer ohne Wagen | 50 Euro | 75 Euro | 3 Stunden: 225 Euro |
Der Sonntagsaufschlag beträgt 25 Euro je Stunde und gilt ebenso an gesetzlichen Feiertagen. Wird zusätzlich mit weniger als 24 Stunden Vorlauf zugesagt, kommen 15 Euro dazu. Ein Termin entsteht erst, wenn sich eine Besetzung findet.